WAS SIND OLLAS? WARUM SIND SIE GUT FÜR DIE PFLANZENGESUNDHEIT? WIE SPART MAN MIT IHNEN GIESSWASSER?

 

OLLA oder Oya (gespr. Oja, aus dem Spanischen) ist ein Amphoren artiges, unglasiertes, poröses Keramikgefäß, welches eingegraben und bis zum Hals mit Wasser gefüllt wird. Sie dient zur Bewässerung von Pflanzen und wurde früher als Grundversorgung in Wüstengebieten und Plantagen eingesetzt.

Manche sagen, sie sei 2000 Jahre alt, andere Stimmen sagen 4000 Jahre. Definitiv ist sie keine neue Erfindung, nur bei uns etwas in Vergessenheit geraten. Die Olla ist ein 100% natürliches Produkt. Terrakotta (“gekochte Erde”) ist der älteste Baustoff der Menschheit und hat unglaublich gute Eigenschaften. Eine davon ist die Porosität, die durch einen einmaligen Brennvorgang von knapp unter 1000 Grad erzielt wird. Dadurch arbeitet der Ton wie ein Schwamm. Die poröse Terrakotta speichert und gibt tröpfchenweise das Gießwasser an die Pflanzen unterirdisch ab. Ca. alle 5-7 Tage benötigt die Olla an warmen Tagen eine Auffüllung ihres Wasserdepots. Das ist abhängig vom Wasserverbrauch der Pflanzen, des Standortes generell wie sonnig die Ollas im Garten stehen und wie gut die Wurzeln an die Ollas rankommen (Flach und Tiefwurzler). Auch ein wichtiger Punkt ist, ob man die Beetoberfläche mulcht oder nicht. Diese Faktoren bestimmen den Radius der Bewässerung. Zur groben Orientierung können wir Dir folgende Richtwerte geben:

  • Olla mit ca. 1 Liter Flüssigkeit: Bewässerter Umkreis von ca. 60 cm
  • Olla mit ca. 3 Liter Flüssigkeit: Bewässerter Umkreis von ca. 90 cm
  • Olla mit ca. 6 Liter Flüssigkeit: Bewässerter Umkreis von 120 cm

Die Wurzeln wachsen zur Olla und holen sich dort in der feuchten Erde was sie brauchen. Somit wird übergießen und zu wenig Wasser vermieden. Die Pflanzenwurzeln werden motiviert weiter nach unten zu wachsen, anstatt dass sich übliche Tellerwurzeln bilden. Sie werden robuster und somit entsteht nebenbei eine bessere Pflanzengesundheit. Je tiefer sich das Wurzelwerk nach unten verzweigt, umso trockenheitsresistenter werden auch die oberirdischen Pflanzenteile. Wenn Du willst, kannst Du das Wasser mit Brennesseljauche oder anderen Flüssigdüngern anreichern, je nachdem welchen Nährwert Deine Pflanzen brauchen. Durch den unterirdischen Gießprozess bleibt die Erde überirdisch trocken. Es entstehen keine Wasserspritzer am Blattwerk oder an den Stängeln der Pflanzen, welche Schimmel produzieren können oder Schädlinge fördern. Schnecken meiden die trockenen Böden und Fliegen legen ihre Eier dort nicht ab. Was ein Vorteil im Gemüsebeet ist. Wobei ich auch betonen möchte, dass es für uns keine Schädlinge gibt. Genauso bevorzugen wir den Begriff Beikraut anstelle von Unkraut, denn alles hat seinen Nutzen, wenn die Natur in ihrem Kreislauf balanciert ist. 

Aus Klimasicht hat diese effektive Art der Bewässerung einen ganz klaren Vorteil: kaum Wasser verdunstet an der Erdoberfläche oder versickert zu schnell wie beim herkömmlichen Gießen. Man geht von der Annahme aus, dass bis zu 70% Wasser gesichert wird, gegenüber herkömmlicher Bewässerung. Da gerade unser Süßwasser immer knapper wird, ist dies alleine schon mehr als ein Pluspunkt für die Nutzung von Ollas.

Mit Ollas kannst Du die Wasserversorgung Deiner Pflanzen selbst an trocken-heißen Sommertagen sicherstellen. Keine Angst mehr vor trockenen Sommern oder Reisen. Einfach die Ollas mit einem Gartenschlauch oder einer Gießkanne befüllen. IT’S ALL GOOD!

Unsere Ollas haben einen breiten Rand, so kannst Du sie easy mit der Gießkanne befüllen, falls kein Gartenschlauch zur Hand ist.

Der Deckel aus Ton verhindert, dass Erde hineinfällt oder eine Wasser-Insektenfalle entsteht. 

Und noch ein Pflegetipp: Vor dem Winter die Olla unbedingt ausgraben und eventuell mit Essigwasser reinigen. Je nach Kalkaufkommen.

Falls Du auch so verliebt in Terrakotta-Gefäße bist wie wir, kannst Du die Ollas natürlich dekorativ über die Winterzeit als Vase für Trockenblumen umfunktionieren. #allgoodollasinwinter 

Wir haben 2 Arten von Ollas in unserem Shop. Die Amphoren artige Olla zum Vergraben und die Aufsteck-Olla. Das Prinzip ist jeweils gleich.

Die Aufsteck-Olla wird einfach in einen Pflanzentopf, Blumenkübel oder Hochbeet gesteckt und über die obere Öffnung mit Wasser befüllt. Dank der Fertigung aus durchlässigem Ton geben die Aufsteck-Ollas das Wasser anschließend langsam an die Erde ab. Somit wird es nicht sofort zum Problem, wenn das Blumengießen einmal in Vergessenheit gerät.

IT’S ALL GOOD!

 

 

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